ThermalDIAG Analytics

Vergangene Abläufe verstehen. Alarmregeln sicher prüfen.

ThermalDIAG Analytics ist eine Windows-Anwendung für aufgezeichnete ThermalDIAG-Daten. Sie stellt Temperatur, Strom, Vibration, analoge Messwerte, digitale Zustände, Ereignisse/Incidents und Regelreaktionen im gemeinsamen Zeitkontext dar.

ThermalDIAG und ThermalDIAG Analytics befinden sich in der Test- und Validierungsphase. ThermalDIAG wurde auch auf der ARM64-Referenzplattform UniPi Edge E410 technisch erprobt; Einführungspreise und Lizenzmodelle sind festgelegt; Bereitstellung und Einsatz werden projektspezifisch abgestimmt.

ThermalDIAG Analytics kann nach technischer Klärung auf Grundlage eines individuellen Angebots bestellt werden. Eignung, Leistungsumfang und Liefertermin stimmen wir vor der Beauftragung ab.

Nutzen

Regeln und Ereignisse prüfen, ohne den laufenden Betrieb zu stören.

Ursache im Verlauf suchen

Temperatur, Strom, Vibration, analoge Werte, digitale Zustände, Ereignisse/Incidents und verfügbare Action-Marker werden gemeinsam betrachtet. Dadurch wird sichtbarer, welcher Zustand vor einem Ereignis zuerst abwich.

Regelidee vor der Freigabe prüfen

Eine Regel kann lokal kopiert, angepasst und auf historischen Daten simuliert werden. Für reproduzierbare Tests lassen sich numerische Kontrollpunkte sowie DI-/DO-Zustandswechsel als lokales Testdaten-Overlay ergänzen, zurücksetzen und per JSON austauschen. Die Originaldaten und die Regel im laufenden ThermalDIAG-System bleiben unverändert.

Seltene Fehler erneut untersuchen

Wenn eine Störung nur selten auftritt, kann der vorhandene historische Zeitraum erneut analysiert werden, ohne den Fehler an der Anlage wieder herbeizuführen.

Trends und Stabilität bewerten

Historische Verläufe und Trendmodelle können schleichende Veränderungen sowie eine rechnerische Fortsetzung ausgewählter Werte zeigen. Das unterstützt die technische Bewertung, ist aber keine garantierte Vorhersage.

Entwicklungsstand und Erprobung

Windows-Analyse für aufgezeichnete ThermalDIAG-Daten.

ThermalDIAG Analytics läuft auf einer Windows-Arbeitsstation oder einem getrennten Analyserechner.

  • Windows-Anwendung in der Test- und Validierungsphase.
  • Analyse von Daten, die mit ThermalDIAG aufgezeichnet wurden.
  • Historische Auswertung und Regelprüfung getrennt vom laufenden Anlagenbetrieb.
  • Kein allgemeines Analysesystem für beliebige Datenquellen.

Zeitlich synchronisierte Ansichten

Jeder Signaltyp bleibt lesbar, ohne den Zusammenhang zu verlieren.

  • DI-Zählerstände und Zuwächse in Messwerte, Trend und Backtest untersuchen und als numerische Regelbedingungen nutzen. Zähler-Reset-Aktionen werden nur als Vorschau ausgewertet; Analytics setzt keine physischen Zähler zurück.
  • Getrennte Bänder für Temperaturverlauf, analoge Eingänge, Vibration, digitale Zeitleiste, NumX und Ereignisse.
  • Alias zuerst, technischer Signalname ergänzend, damit Betrieb und Inbetriebnahme dieselbe Kurve eindeutig zuordnen können.
  • Gemeinsame Zeitachse und synchronisierte Cursorposition für Timeline, Samples und Trend.
  • Die Ansicht „Letzte 15 min“ kann bei einem aktiven aktuellen Projekt freigegebene Live-Buffer-Daten anzeigen, auch wenn eine aktivierte Reihe nicht in die dauerhafte Historie geschrieben wird.
  • Relative Auswahl bis 180 Tage; ein manuell gewählter Zeitraum kann bis zu 365 Tage umfassen.
  • Aufgezeichnete Timeline-Daten zur weiteren Auswertung exportieren, ohne die Originaldaten zu verändern.
  • Voice-Marker können unter Windows 11 manuell wiedergegeben werden; Auto Voice spielt nur neu eintreffende Meldungen in der Ansicht „Letzte 15 min“ einmalig ab.
  • Lokale Backtests und Regelvarianten bleiben von der produktiven Ausführung getrennt.

Oberfläche

Historische Daten, Regelideen und Simulationen im gemeinsamen Kontext.

Die Bilder zeigen Oberflächenbeispiele, keine Kundenreferenzen oder validierten Beispielmessungen.

ThermalDIAG Analytics Zeitachse mit Temperaturkurven, digitalen Signalen und Ereignismarkern
Zeitachse
ThermalDIAG Analytics Trendansicht mit historischer Kurve und rechnerischer Fortsetzung
Trendbetrachtung
ThermalDIAG Analytics Rule-Backtest mit simulierten Incidents, Ausgängen und numerischen Variablen
Rule Backtest
ThermalDIAG Analytics Variablenansicht mit schreibgeschuetzten ThermalDIAG-Werten und lokalen Startwerten
Numerische Variablen
ThermalDIAG Analytics Einstellungen für Sprache, Zeitzone, Aktualisierung und Serverprofile
Einstellungen

Typische Fragen

Was Analytics im Nachhinein klären kann.

Warum wurde dieses Ereignis ausgelöst?Analytics zeigt den Zeitraum vor, während und nach dem Ereignis/Incident, damit Temperatur, Strom, Vibration, Analogwert, DI/DO-Zustand und Ereignismarker gemeinsam geprüft werden können.
Hätte eine andere Regel besser gepasst?Schwelle, Haltezeit, Hysterese oder Filter können lokal angepasst und im Backtest mit dem tatsächlichen historischen Verlauf verglichen werden.
War ein Alarm zu empfindlich?Eine Regelvariante kann auf normale und auffällige Zeiträume angewendet werden. So wird besser sichtbar, ob sie zu oft, zu spät oder gar nicht reagiert hätte.
Entwickelt sich ein Zustand langsam kritisch?Trendansichten helfen, schleichende thermische, elektrische oder mechanische Veränderungen zu erkennen und in einer technischen Besprechung nachvollziehbar zu machen.

Sicherer Analysearbeitsplatz

Analyse getrennt vom produktiven Schalten.

ThermalDIAG Analytics liest aufgezeichnete Daten mit eingeschränktem Zugriff. Trend, lokale Regelvorschau und Backtest arbeiten getrennt vom laufenden Betrieb und führen keine realen Schaltbefehle oder sonstigen externen Aktionen aus.

Eine separate Regelliste kann das vereinfachte Verhalten einer Maschine, Mechanik oder eines Prozesses modellieren. Sie wertet simulierte Eingänge aus und erzeugt entsprechend ihrer internen Logik simulierte Ausgangszustände oder numerische Variablen. Dadurch lassen sich normale und fehlerhafte Zustände wiederholbar prüfen, ohne eine physische Maschine zu bewegen. Das ist eine vereinfachte Simulation, kein physikalisch genauer digitaler Zwilling und keine produktive Steuerung.

Wenn eine geprüfte Regelidee an ThermalDIAG übergeben wird, entsteht dort eine neue deaktivierte Regel. Die bewusste fachliche Freigabe erfolgt anschließend im ThermalDIAG-System.